Shadow – Visionen brauchen Zeit um zu werden

Hunde-Portrait für Herrchen

Shadow-sandlicht-vergleich
SandLicht Gemälde aus Sand von Dänemark

Es vergingen fast zwei Jahre, bis ich wieder etwas von Andrea hörte. Sie hatte mein erstes Hundeporträt gesehen und wollte, dass ich ihren Hund Shadow in Sand male. Sie hat mir ein paar Fotos – genauer gesagt ca. 30 Ansichten von Shadow gesandt. Daraus habe ich einige Fotos in Schwarz/Weis umgewandelt und mir die Konturen und Flächen angesehen. Es eignet sich nicht jedes Farbfoto für die Umsetzung in Sand. Nach ein paar Versuchen in S/W hatten wir einen Favoriten. Shadow mit einem Knäuel im Maul – einfach süß der Bengel :-). Wir dachten, dass man auf dem Foto die Augen sehr gut sehen kann und was zum Spielen in der Schnauze ist auch spannend. Den Sand hat die Auftraggeberin selbst in Dänemark eingesammelt und der ist wunderbar fein, gleichmäßig und hell. Sie sagte, damals wusste sie zwar nicht, wofür sie den Sand wollte – aber nun weiß sie es… Also schon damals eine Vision würde ich meinen.

Shadow an der Wand – es wird darüber nachgedacht, ob es gerahmt werden soll

Jedes Sandgemälde hat sein Eigenleben

Der Entstehungsprozess der Sandgemälde ist gleich. Nur jedes Bild hat seine eigene Herausforderung, die man in der Planungsphase nicht immer analysiert bekommt und daher im laufenden Prozess lösen muss. So gingen die ersten von sieben Arbeitsschritten ganz locker von der Hand. Und ich war ziemlich guter Dinge, dass ich den Termin halten kann.

Die dunklen Konturen wurden aufgetragen, trockneten und dann kam die nächste Schicht. Das ging über ca. zwei Wochen so. Jeden Tag im Atelier – einfach herrlich. Die Arbeit mit Sand hat was Magisches, ist sehr meditativ und jeder Sandkorn rieselt durch meine Hände. Wenn ich langsam eine Idee davon bekomme, wie die Hell-Dunkel-Bereiche des Sandgemäldes das Licht durchtanzt lassen, bin ich neugierig auf das beleuchtete Ergebnis. Aber davor kam der Knäuel, den der Hund in der Schanze hält, ins Spiel. Der war auf dem Farbfoto wirr, auf dem S/W-Foto chaotisch und in Sand die Hölle – aber auch ein Lernprozess. Hinzu kam, dass ich bei einem der Arbeitsschritte die Hundenase „versaut“ hatte. Sorry Shadow 🙂 Also habe ich einige Spätschichten im Atelier einlegen müssen.

Eine gemeinsame und kreative Reise

Da wir das Sandobjekt gemeinsam entwickeln, sind die Kunden von Anfang an in dem Entstehungsprozess eingebunden. Mir ist es wichtig, dass wir ein gemeinsames Objekt entwickeln. Wenn die Gemälde bei meinen Auftraggebern daheim an der Wand hängen, so denke ich, ist es toll, dass diese darin ihren Anteil erkennen und erleben. Es ist also eine echte Erlebnisreise die diese mit dem Auftrag auf sich nehmen. Aber sie müssen ja nicht auch allen Leid, der die Entstehung der Leinwand begleitet, miterleben. Daher habe ich mich in der schwierigen Phase eine gewisse Zeit bedenkt gehalten. Sorry liebe Andrea 🙂

Das Gespür für das Gelingen eines Kunstwerks

Mir war aber vom ersten Sandauftrag klar, dass das ein schönes und spannendes Sandbild wird. Daher habe ich auch gar keinen Zweifel gehabt, den Knäuel neu aufzubauen oder das Hundegesicht erneut zu gestalten. Und als ich dann die ersten Lichtversuche unternahm, war mir klar: das wird ein richtig tolles Bild. Herrchen wird sich bei jedem Betrachten an seine Geburtstagsfeier erinnern und sich am Portrait von Shadow erfreuen. Frauchen wird wissen, wie das Bild entstanden ist. Das ist eine echte Teilhabe an Werden eines Kunstwerks. Und das ist aus meiner Sicht ein echter Mehrwert und eine Wehr gewordene Vision aus Sand der lieben Andrea S.

I was proud – ich durfte das Bild persönlich überreichen 🙂
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